Der Griff ins Klo ist ja schon fast ein Markenzeichen der großen Parteien. Diesmal: In der Diskussion um eine
verbotene Veranstaltung von rechten Gruppierungen in Ettlingen und um die damit verbundene
von den Veranstaltern abgesagte Gegendemo zeigt sich Werner Raab (CDU), Mitglied des Landtags für den Wahlkreis Ettlingen, erfreut über das Verbot der Gegendemo von "linksextremen Gruppen".
Der Widerspruch im letzten Satz ist nicht meiner. Die Gegendemo wurde nicht verboten; sie wurde abgesagt, nachdem die Nazi-Veranstaltung verboten wurde. Wichtiger Unterschied.
Er werde "alles in seiner Macht stehende tun, damit sich in der Region kein Brennpunkt radikaler und demokratiefeindlicher Strömungen entwickeln" könne, unterstrich der CDU-Abgeordnete abschließend.
(ka-news)
Soweit also die Sicht der CDU. Oder?
Weniger erfreut über diese Äußerungen zeigen sich nun die Veranstalter der Gegendemo. Keinesfalls als linksextreme Gruppierung hingestellt werden wollen unter anderem der Ettlinger Sportverein, die Jüdische Kultusgemeinde Karlsruhe und auch der CDU-Stadtverband Ettlingen.
Die wissen auch nicht, was sie wollen.